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Hilfe für die Ältesten in Düsseldorf.
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In den vergangenen Monaten haben wir die Bewohnerinnen und Bewohner der Sana Seniorenzentren Gallberg und Benrath, denen wir seit langer Zeit verbunden sind, in verschiedener Weise unterstützt:
 


Tätigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2012

In den Jahresberichten der letzten Jahre haben wir u.a. über die Entwicklung der Beratungsarbeit und der Partnerschaft mit den Wohnungsgenossenschaften berichtet. Nunmehr wollen wir aufzeigen, wie die Dienstleistung der Alten Löwen in das System der Düsseldorfer Altenhilfe/Seniorenbetreuung passten. Die Unterstützung der Bewohner der ehemals städtischen Seniorenzentren spielt nach wie vor eine Rolle. Nachdem der Heimbeirat die Bewohnerurlaube abgelehnt hat, sind es immer mehr die kleinen Dinge, die große Wirkung haben, wie z.B. der Kauf einer Brille für Bewohner, die Sozialhilfe beziehen. Man glaubt es kaum aber es ist so, die Sozialhilfe sieht das nicht vor, Pech gehabt!

Nunmehr zum Schwerpunkt unserer jahrelangen Arbeit:

das möglichst lange Wohnen alter und hochaltriger Menschen in der eigenen Wohnung

Ein Wunsch der von fast allen älteren Menschen angestrebt wird und ein Ziel das auch die Politik immer wieder formuliert, allerdings ohne dass bestehende System weiter zu entwickeln. Obwohl viele Folgen des demografischen Wandels auf dem Tisch liegen glauben viele, es wird schon gut gehen. Zurück nach Düsseldorf, hier bestehen als Basissystem für Menschen die im Alter Unterstützung brauchen; die Seniorenheime und betreutes Wohnen. Ergänzend gibt es die Zentren Plus und Soziale Dienste von Stadt, Verbänden und kostenpflichtige ambulante privaten Dienste.

Beim "Betreuten Wohnen" wird z.B. von einem Wohlfahrtsverband ein Mietvertrag mit den Bewohnern abgeschlossen, welcher einerseits das Wohnen in Form einer eigenen, abgeschlossenen Wohnung ermöglicht und kostenlose allg. Grundleistungen, (Beratungen, Hausnotruf) bereithält. Daneben stehen kostenpflichtige Wahlleistungen, die der Mieter u.U. benötigt. Dieses Modell gilt nur in Senioren-Wohnanlagen. In Düsseldorf haben wir nur 1000 Plätze, betrieben von den unterschiedlichsten Vermietern und sozialen Dienstleistern, meist Wohlfahrtsverbände.  Die meiste Arbeit in den eigenen Wohnungen leisten allerdings Familienangehörige, häufig der Partner. Aber viele alte und besonders hochbetagte Menschen sind mit steigender Tendenz auf sich alleine gestellt, da sie keine Verwandten haben (30%).

Der Aufbau von Wohngemeinschaften ist zwar ein zukunftsorientiertes Projekt, aber nicht einfach zu realisieren. Es hat mehr qualitative Bedeutung als quantitative.

Es gibt eine riesige Nachfrage nach betreutem Wohnen, aber auf Grund der geringen Anzahl der Plätze können nur wenige alte Menschen dort wohnen. Zudem sind die zu zahlenden Mieten erheblich höher als in der eigenen Wohnung. Die Mehrzahl aber wohnt im Bestand aller Wohnungen. Sie haben aber die gleichen Probleme wie die Menschen die im betreuten Wohnen versorgt sind. Hier bestehen große Defizite in der Versorgung .Diese Erkenntnis war unser Ausgangspunkt, hieraus haben wir unser Konzept entwickelt. Dieses wendet sich an Menschen, die nicht in betreuten Wohnanlagen wohnen (90%). Da das Düsseldorfer System nicht so einfach weiterentwickelt werden kann, richteten wir unsere Initiative an die Genossenschaften. Vereinbart haben wir uns mit dem EBV, DWG, BWB. Bei ihnen gibt es 5600 Wohnungen mit Mieterparteien über 60. Alle diese Mieter haben Zugang zu unseren Beratungs- und Hilfsangeboten. Wobei dieses Angebot eine freiwillige und für die Mieter kostenlose Leistung der jeweiligen Genossenschaft ist.

Für eine Zielgenaue Beratungsarbeit erhalten die Mieter einen Fragebogen, in dem sie ihren Bedarf benennen können. Je nach Genossenschaft wird die Befragung unterschiedlich durchgeführt. Über die Alten Löwen und deren Angebot werden die Mieter weiterhin regelmäßig über die Mieterzeitungen der Genossenschaften informiert. Der Rücklauf der Fragebogen von Menschen mit kurz oder langfristige Beratungs- und Unterstützungsbedarf liegt bei ca. 25%-35%. Das gibt auch einen deutlichen Hinweis auf die allg. Lebenssituation in Düsseldorf.

Anhand der Rückläufe kontaktieren wird die Mieter. Bei wenigen geht das übers Telefon, im Regelfall besuchen wir sie zu Hause. Nur so erreichen wir sie und gewinnen ihr Vertrauen. Die Form der aufsuchenden Beratung ist unser Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Organisationen.

Wir stellen immer wieder fest, dass die bestehenden Angebote der Stadt oder der Wohlfahrtsverbände kaum bekannt sind oder nicht wahrgenommen werden. Wir beraten in der gesamten fachlichen Breite, einschließlich technischer Dinge zur Erleichterung des Lebens. Dieses geschieht u.a. in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen, der Stadt und den Genossenschaften. Falls notwendig, empfehlen wir Dienstleister und verweisen auf Zentren Plus und Soziale Dienste.

Wir fragen uns natürlich auch, was haben wir durch unsere Beratung erreicht.

Ein wichtiges Ergebnis unserer Arbeit ist, dass wir die Lebensqualität für viele Menschen verbessern konnten, Wohnen allein reicht oft nicht aus. Qualität wird oft durch eine richtige Kombination sozialer/gesundheitlicher und techn. Hilfen erreicht.

Was den längeren Verbleib in der eigenen Wohnung angeht, wurde im Geschäftsbericht einer Wohnungsgenossenschaft vermerkt: "Die Anzahl der Kündigungen aus Altersgründen konnte auf die Hälfte reduziert werden"; dieses liegt nicht zuletzt auch an der Arbeit der Alten Löwen. Unsere Zahlen zeigen wie effektiv wir arbeiten. Unsere Erfahrung zeigt was die Stärke unserer Beratung ausmacht. Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut, denn oft sind Probleme nur mit dem Vermieter zu klären. Wir werden auf immer häufiger hinzugezogen wenn es um den behinderten- und/oder seniorengerechten Umbau der Wohnungen geht.

Abschließend folgende Feststellung: Um das langfristig Wohnen alter, besonders hochaltriger Menschen in der eigenen Wohnung nachhaltig zu sichern, muss das Düsseldorfer System dringend weiter entwickelt werden,

Die Erfahrungen der Alten Löwen können dabei hilfreich sein.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden

  • 3 Vorstandssitzungen
  • 1 Mitgliederversammlung
  • sowie ein Jahresempfang für Mitglieder und Förderer durchgeführt.

Die Heimbewohner in den Seniorenzentren Benrath und Gallberg wurden aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden mit Zuschüssen zu Senioren-Weihnachtsfeiern, Urlaubsfahrten, Anschaffungen, die nicht über die Grundsicherung abgedeckt werden konnten, (z.B. Brillen, Kleidung) unterstützt.

Im Projekt "Service-Wohnen für Senioren", das mit den Genossenschaften

  • Beamten-Wohnungs-Baugenossenschaft,
  • Düsseldorf Wohnungs-Genossenschaft
  • und Eisenbahner-Bauverein eG

seit 2007 durchgeführt wird, wurden durch die Mitarbeiter der Alten Löwen in 2012 ca. 430 Hausbesuche bei Mietern (meistens älter als 60 Jahre) der Genossenschaften durchgeführt.

Dabei wurden (kostenlos) Hilfestellungen bei

  • Anträgen auf Pflegeleistungen,
  • Anerkennung einer Schwerbehinderung,
  • Vermittlung von hauswirtschaftlichen Diensten,
  • Anträge auf Wohngeld, Grundsicherung oder Hilfe zur Pflege,
  • Behinderten-Fahrdienst der Stadt Düsseldorf (Taximarken),
  • Wohnraumanpassungen (behindertengerecht oder barrierefrei),
  • Befreiung von Zuzahlungen
  • medizinische Hilfsmittel (Rollatoren, Wannenlifter etc.) geleistet.

Im Rahmen der ehrenamtlichen Tätigkeiten wurden Hilfen bei

  • Einkäufen,
  • Begleitung zu Arztbesuchen,
  • Begleitung bei der Teilnahme am öffentlichen Leben,
  • Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln,
  • Gespräche in der Wohnung
  • kostenfrei geleistet.

Durch diese Hilfestellungen wurde den Mietern oftmals ein Verbleib in der eigenen Wohnung ermöglicht und eine Heimunterbringung vermieden.

Die entsprechenden Aufwendungen konnten aus den Einnahmen des Projektes bestritten werden.

Düsseldorf, 21. März 2013
Franz Josef Göbel
Vorsitzender

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